Klimahelden

Schulen im grünen Bereich

Von 2010 bis 2015 fahndete unser grüner Schulwettbewerb „Thüringer Klimahelden gesucht!“ sechs Mal nach tollen Ideen für wirksamen Klima- und Umweltschutz in der Schule. Die drei besten Schülerprojekte eines jeden Jahres wurden mit Anschubfinanzierungen belohnt. Insgesamt haben wir an 18 Sieger 36.000 Euro Preisgelder vergeben.

Wir ziehen den Hut vor allen fleißigen Klimahelden und wünschen uns, dass die Thüringer Schüler auch weiterhin so engagiert und umweltbewusst ihren Schulalltag gestalten.

Als kleine Anregung zeigen wir hier noch einmal, was unsere Sieger alles Erstaunliches ausgetüftelt haben.

Rückblick

Unser Rückblick auf sechs Jahre Thüringer Klimahelden-Sieger

Die Klimahelden 2015

1. Platz: Optimal Wasser sparen

von-Bülow-Gymnasium, Neudietendorf

Wie viel Wasser fließt an unserer Schule täglich in den Abfluss? Ist das eigentlich viel oder wenig? Zur Beantwortung dieser Frage entwickelten Schüler des von-Bülow-Gymnasiums ein „Schnellbewertungstool für den Wasserverbrauch an Schulen“. Mit dieser einfach zu „befütternden“ Software lassen sich aktueller und optimaler Wasserverbrauch von Toiletten und Waschbecken schnell gegenüberstellen und auch Kosteneinsparungen ermitteln. Super praktisch, universell anwendbar – perfekt, fand die Klimahelden-Jury!

Bilder von der Preisverleihung

 

2. Platz: Optimal Papier sparen

Salzmannschule, Waltershausen-Schnepfenthal

Wie viel Papier verbrauchen wir für Arbeitsblätter – und lässt sich das reduzieren? Das haben die Klimahelden der Salzmannschule für verschiedene Fächer ihrer Klassenstufe detailliert erkundet und für die gesamte Schule hochgerechnet. Diese minutiöse – und auch für andere Schulen interessante – „tree saver“-Kalkulation zeigte: Mit kleineren Formaten und doppelt bedruckten Seiten sparen wir im Jahr 400 kg Holz – plus viel Wasser und Strom in der Papierherstellung. Nachmachen!

Bilder von der Preisverleihung

 

 

3. Platz: Optimal wirtschaften

Hermann-Lietz-Schule, Haubinda

Was gehört alles dazu, nachhaltig zu produzieren, zu wirtschaften und zu handeln – und was bedeutet das für den Klimaschutz? Das erfahren die Schüler der Hermann-Lietz-Schule seit Frühjahr 2015 mit ihrem eigenen Dorfladen, den sie selbst konzipiert und als Schülerfirma umgesetzt haben. Verkauft werden Erzeugnisse aus dem schuleigenem Garten, Gewächshaus und Bauernhof, ergänzt um Waren von Bauern und Unikaten von Handwerkern aus der Region. Weiter so!

Bilder von der Preisverleihung

 

Die Klimahelden 2014

1. Platz: Unser Thüringer Solarquell

Gustav-Freytag-Gymnasium, Gotha

Das idyllische Schulgelände des Gymnasi
ums mit grünem Klassenzimmer, Kräuterspirale, Insektenhotel und Schulteich ist bereits ein beeindruckendes Schmuckstück. In Zukunft soll die Pumpe,
die Wasser aus einem Brunnen in den Teich speist, per Solarstrom betrieben werden. Zudem planen die Schüler ein Bewässerungssystem, damit auch die Rabatten am Schuleingang „Sonnenwasser“ tanken können. Dank 3.000 Euro Preisgeld kann das nun realisiert werden.

Bilder von der Preisverleihung

  

2. Platz: Das Teufelchen im Müll

Grundschule „Am kleinen Herrenberg“, Erfurt

Mit viel Kreativität, Eifer und Sachverstand suchten und fanden die Viertklässler Antworten auf Fragen wie „Wo kommt eigentlich der ganze Müll her und wie lässt sich das vermeiden?“. Aus all ihren Ideen haben sie ein eigenes Theaterstück entwickelt, einstudiert, die Kulissen dafür aus Recyclingmaterial gebastelt und vor Schülern, Eltern und Lehrern aufgeführt. „Das Teufelchen im Müll“ ist wirklich eine rundum gelungene, echte Klimahelden-Tat!

Bilder von der Preisverleihung

   

3. Platz: Energiesparheftchen

Grundschule „Am Dolmar“, Kühndorf

Duschen statt baden, reparieren statt wegwerfen, Mehrweg statt Einweg: Mit nur ein wenig mehr Achtsamkeit können wir in unserem Alltag an so vielen Stellen helfen, die Umwelt nicht unnötig zu belasten. So zeigt es das „Energiesparheftchen“ der diesjährigen drittplatzierten Klimahelden, zusammengestellt von der schuleigenen Umweltgruppe. Die Neun- und Zehnjährigen wollen damit Eltern, Mitschüler und Lehrer motivieren, bewusster umweltfreundlicher zu leben.

Bilder von der Preisverleihung

   

Die Klimahelden 2013

1. Platz: Lasst die Sonne rein!

Staatliche Grundschule, Berka

Selbst bei strahlendem Sonnenschein mussten die 82 Schüler der Grundschule Berka bisher in zwei Fluren ihres Schulhauses stets das Licht brennen lassen: Da in einige Bereiche kein Tageslicht fällt, wäre es hier sonst immer dunkel. Energieverschwendung, fanden die Schüler und wollten ihr Haus zukünftig umweltfreundlicher erhellen. Ihre Lösung: eine kleine Photovoltaikanlage. Vom Klimahelden-Preisgeld plus Firmenspenden kann dies nun realisiert werden.

Bilder von der Preisverleihung

  

2. Platz: Klassenkampf um die niedrigsten Heizkosten

Hermann Lietz-Schule, Haubinda

Heizung an und gleichzeitig Fenster auf – damit verschwenden wir im Winter viel zu viel Energie, analysierten die Realschüler der Hermann Lietz-Schule in Haubinda Anfang des Schuljahres 2012/2013. Um das zu ändern, wurden Heizkostenverteiler für jedes Zimmer der 7. bis 10. Klassen besorgt und ein Wettbewerb um den niedrigsten Verbrauch ausgerufen. Das stolze Gesamtergebnis: 20 Prozent weniger Heizöleinsatz als in den Vorjahren.

Bilder von der Preisverleihung

  

3. Platz: Per „Laufbus“ zur Schule

Hermann Lietz-Schule, Haubinda

„Wir wollen zu Fuß zur Schule gehen, das Auto bleibt zu Hause stehen“: Das nahmen sich die Kinder der Grundschule „Am Dolmar“ in Kühndorf nicht nur vor – 67 von 77 waren dann tatsächlich auch dabei, als es galt, sich in Gruppen zu treffen und als „Laufbusse“ gemeinsam den Schulweg zu bestreiten. Was den Kindern großen Spaß machte, sparte den „Mama-Taxen“ viel Sprit und schonte damit die Umwelt.

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Die Klimahelden 2012

1. Platz: Schulhof Paradies für Mensch und Tier

Staatliche Grundschule, Altkirchen

Ein Schulhof aus Recyclingmaterial, auf dem per Photovoltaik und Solarlampen Strom erzeugt wird, mit grünen Sitzflächen, Regenschutz und Klettermöglichkeiten sowie einem Wasserspielplatz, gespeist durch Regenwasser aus den hofeigenen Zisternen, und der auch noch Hecken, Vogelhäuschen und Insektenhotel für allerlei Getier bereithält: Dieses umwerfende grüne Ideenfeuerwerk haben zwei Viertklässler-Projektgruppen obendrein zu großartigen Modellen verbastelt. Hut ab!

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2. Platz: Umweltschutz mit Grips, Kraft und Fitnessbonus

Staatliche Regelschule „Conrad Ekhof“, Gotha

Zwei Hometrainer, umfunktioniert zu Generatoren, betrieben durch den Einsatz aller Schüler, Lehrer und Eltern, sei es im Sportunterricht, in der Freizeit oder in Klassenwettbewerben: So wollen die Gothaer Schüler zukünftig 200 kWH Strom pro Jahr erzeugen. Damit sollen unter anderem die Beleuchtung der Vitrinen im Schulhaus sowie des Pavillons und der Wege im – bereits schon klimafreundlich gestalteten – Schulhof betrieben werden. Einfach genial multifunktional!

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3. Platz: Hebeln statt Drehen verhindert Tropfen

Grundschule „Astrid Lindgren“, Erfurt

Am Willen der Erfurter Grundschüler, sorgsam mit der kostbaren Ressource Wasser umzugehen, fehlte es nicht – aber an Kraft. Die Jüngsten scheiterten immer wieder an den schweren Dreharmaturen der Waschbecken, und so tropfte es hier, tröpfelte da. Entdeckt haben die Misere die Schüler der „Energie-AG“. Ihre so einfache wie wirksame Lösung: Neue Wasserhähne mit Hebel müssen her. Klimaschutz beginnt eben mit Aufmerksamkeit für die kleinsten Details!

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Die Klimahelden 2011

Platz 1: Optimales Schulklima im Fachwerkhaus

Grundschule „Barfüßerschule“, Erfurt

Das „Klima-Aktiv“-Projekt der Barfüßerschule nimmt das größte Problem ihres Schulhauses, eines schönen Fachwerkbaus, ins Visier: Die Heizungen lassen sich kaum regulieren und sorgen regelmäßig mit unnötig viel Wärme für Saunaatmosphäre in den Klassenzimmern. Ein Schülerteam wird, unterstützt von allen Klassen, das „Schulklima“ nun sorgfältig beobachten, dokumentieren, die Daten auswerten und dann gemeinsam mit dem Hochbauamt der Stadt sinnvolle Maßnahmen überlegen.

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2. Platz: Energiegeladene Teamarbeit

Regelschule „Johann Wolfgang von Goethe“, Eisenach

An der Regelschule wurde ein „Energieteam“ gegründet. Hier tüfteln Energie- und Umweltschülern aus allen Klassen kontinuierlich an Energiesparmaßnahmen für die Schule, von idealen Raumtemperaturen über Heizungen, die am Wochenende abgeschaltet werden, bis hin zu einem Stand-by-Betrieb im Computerraum. Auch Mülltrennung ist für die Goetheschüler Ehrensache. Jedes Schuljahr beschäftigt sich zudem jede Klasse mit einem Projekt für einen „Energietag“.

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3. Platz: Gesund und nachhaltig den Durst löschen

Grundschule „Astrid Lindgren“, Erfurt

Zu einem ressourcenbewussten, nachhaltigen Lebensstil gehört auch eine gesunde Ernährung mit einheimischen Produkten, lernen die Erfurter Grundschüler. Ihren Durst wollen sie deshalb zukünftig mit regionalen Getränken löschen und diese mit selbst hergestelltem Sirup aus heimischen Pflanzen verfeinern, zum Beispiel aus selbst gesammelten Holunderblüten. Außerdem ist eine „Energie AG“ mit Eifer dabei, immer neue Energiesparmaßnahmen zu erarbeiten.

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Die Klimahelden 2010

Platz 1: Ein Schulhof für Wind und Wetter

Staatliche Regelschule „Conrad Ekhof”, Gotha

Der „Grüne E(c)khof“ ist ein echter Alleskönner: Mit diesem neuen Areal im Hof der Gothaer Regelschule „Conrad Ekhof“ wird es nach dem Projekt ihrer KlimaHelden zukünftig einen Platz zum Auftanken, Entspannen und Unterrichten geben. Das Kernstück bildet ein Pavillon mit Solardach, der als grünes Klassenzimmer fungieren kann. Zudem ermöglicht eine Wetterstation die praktische Klimabeobachtung. Ein Windrad erzeugt direkt auf dem Schulhof eine erneuerbare Energie.

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Platz 2: Intelligente Jalousien machen Schule

Staatliche Regelschule „Am Siechenrasen”, Schmalkalden

117 elektrische Jalousien schützen die Fenster der Schmalkaldener Regelschule „Am Siechenrasen“. Bisher wurden alle routinemäßig täglich einmal geöffnet und geschlossen. Die Schüler klügelten eine individuelle Bedienung aus, die satte zwei Drittel weniger Energie verbraucht. Das vermindert Kohlendioxidausstoß – und spart der Schule viel Geld, das stattdessen in die Aufstockung der Bibliothek wandert.

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Platz 3: Kleine Ideen zeigen große Wirkung

„Salzmannschule“ Staatliches Spezialgymnasium für Sprachen, Waltershausen-Schnepfenthal

Man muss nicht immer das Rad neu erfinden, um das Klima zu schützen. Mit vielen kleinen, leicht umsetzbaren und dabei sehr wirkungsvollen Ideen entlastet die „Salzmannschule“ jetzt unsere Umwelt. Zum Beispiel: mit einer Mitfahrerbörse für die Internatsschüler auf der Schulhomepage, mit Regenwasser für die Toilettenspülung oder mit chlorfreiem Recyclingpapier und beidseitigem Bedrucken beim Kopieren.

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